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Partnersuche

Beim Wiedersehen machte er ihr einen Antrag. Denn die Jährige, die als Flirt-Coach in Hamburg arbeitet, traf ihren Mann ausgerechnet dort, wo sie ihren Klienten von der Suche eher abrät: Sie fand ihn "herrlich bekloppt", tippte eine Nachricht, er mochte das Foto auf ihrem Profil. Dann wurde es persönlicher, irgendwann telefonierten sie, trafen sich. Und heirateten. Er ist überzeugt, dass so ein Mythos einer Beziehung noch nach Jahrzehnten Schwung geben kann: Wie ein Akku speichert er die Verrücktheit, das Herzglühen und den Wahnsinn der Verliebtheit, mit denen die Zweisamkeit einst startete.

Wenn die Liebe eine Mission zu den Sternen ist, vorbei an zahllosen schwarzen Löchern, dann ist das Kennenlernen die Abschussrampe: Es ist der Moment, in dem der Mensch ins Leben getreten sein wird, der später einmal der Mensch ist. Doch wenn Sozialwissenschaftler darüber sprechen, klingt es, als wäre es kaum ein Unterschied, der Liebe des Lebens zu begegnen oder einen Job zu finden. Von "Gelegenheitsstrukturen" ist da die Rede, vom "Partnermarkt" und von "sozialstrukturellen Voraussetzungen". Denn auch die Liebe spielt nach Regeln. Die meisten Menschen treffen ihren künftigen Partner nicht zufällig irgendwo und bleiben auch nicht zufällig mit irgendwem zusammen.

Mit kühlem Blick entlarven Forscher die heimlichen Kuppler hinter Liebesgeschichten. Einer der wichtigsten ist die Nähe: Und dass zwei sich über den Weg laufen, ist nun einmal umso wahrscheinlicher, je näher sie beieinanderleben. Das liegt nicht nur daran, dass Fernbeziehungen vielen einfach zu anstrengend sind.

Räumliche Nähe macht jemanden auch fast wie von selbst sympathischer: Bei einer Untersuchung in einem amerikanischen Studentenwohnheim zeigte sich, dass zwei Bewohner umso eher befreundet waren, je näher ihre Zimmer beieinanderlagen, obwohl die Räume ganz zufällig verteilt worden waren. Steckt dahinter Bequemlichkeit? Oder könnte es sein, dass das geteilte Schicksal dazu führt, dass man sich einander verbundener fühlt - und obendrein gleich einen Anknüpfungspunkt zum Plaudern hat?

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Wahrscheinlich zieht ein zweiter heimlicher Kuppler die Strippen: ElitePartner stehe dennoch gut da auf dem harten "Verdrängungsmarkt". Die Konkurrenz bestreitet das und kontert mit eigenen Erfolgsmeldungen. Reklame muss sein. Den letzten Jahresumsatz beziffert Schwaner auf 30 Millionen Euro, "mit einer Wachstumsprognose für ". Münster ist Controller bei der Raiffeisenbank, er lebt in Mering bei Augsburg, in einer Wohnung, die er für sich und seine damalige Freundin gekauft hat.

Mit 26 Jahren ist der Banker jünger als Schwaners Zielgruppe. Aber seine Lebensziele sind alterslos. Denn jetzt ist die Freundin weg, und das Kinderzimmer steht noch leer. Nur die Wäsche des Junggesellen trocknet in dem kleinen Zimmer mit Balkon. Ein Schatten teilt den Körper in zwei Hälften, taucht das Gesicht in eine helle und eine dunkle Seite. Der schlaksige junge Mann geht die Suche gelassen an. Zurzeit flirtet er nicht, weil in der Firma so viel Arbeit anliegt, dass er abends nicht auch noch Briefe formulieren will.

Vielleicht machen wir das mal gemeinsam? Münster grinst, das ist ihm zu plump. Deshalb investiert er auch sein Geld in ElitePartner, "hier sind nur Leute, die ernsthaft eine Beziehung wollen", glaubt er.

Parship wäre für ihn auch in Frage gekommen - ein Kollege ist mit einer Frau verlobt, die er dort kennengelernt hat. Viel billiger, räsoniert er, wäre die Suche per Facebook zu haben. Er habe Bekannte, "die über Lokalisten. Seine beste Freundin allerdings beantworte solche Anfragen nie, "die ist bildhübsch und bekommt haufenweise Männerpost".

Bisher hat er nur ein Elite-Date gehabt. Die Frau wohnt sogar in seiner Kleinstadt. Beim ersten Mal gefiel sie ihm gut, beim zweiten weniger. Münster wünscht sich eine ebenbürtige Partnerin. Auch deshalb glaubt er, im richtigen Forum zu sein. Auch ein paar Pfunde zu viel wären ihm egal. Und ein guter Job macht glücklich.

Was ihn nervt an ElitePartner, sind die ständigen Mails, die ihn zur Suche auffordern. Und Mitglieder, die ihm nicht zurückschreiben können, weil sie keine zahlenden Kunden sind. Die checkt er immer als Erstes in den Profilen seiner Partner-Vorschlagsliste. Münster selbst will da "verheiratet sein und Kinder haben".

Gleichzeitig hat sich die Ärztin bis in die Spitze des Pharmariesen Bayer vorgearbeitet, als Forschungskoordinatorin. Ewald hat genug Humor für die Widrigkeiten der oftmals grotesk anmutenden Anbahnungsversuche. Vieles ignoriert sie einfach, "ich hatte schon Anschreiben mit 48 Rechtschreibfehlern in drei Sätzen".

Vergangenes Jahr, am November, hat sie sich verliebt, auf einer Karnevalsparty. Offenbar mit Gattin. Häufig kann sie da nicht aktiv werden, "schon weil ich viel dienstlich verreise" - nach China, England, in die USA. Die Managerin ist der Inbegriff einer Elite-Partnerin. Dabei sucht sie keinen Überflieger.


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Meist ist sie es, die den elektronischen Austausch beginnt. Februar um Die Antwort kam 29 Minuten später: Dass er auf Ayurveda-Kur in Sri Lanka war, gefiel ihr weniger, "ziemlich unmännlich". Aus der Kurve warf sie dann seine Anfrage eine Woche später: Drei Elite-Männer hat Silke Ewald bisher getroffen. Den ersten, 55, fand sie nett, aber als "Blazertyp mit Manschettenknöpfen" nicht ihr Fall.

Eine App für die Liebe: Digitale Partnersuche

Der zweite, 42, Makler, säuselte schon am Telefon, "du bist meine Traumfrau". Beim Date entpuppte er sich als "viel dicker und hässlicher als auf dem Foto".

Nummer drei, Geschäftsführer, wollte unbedingt erst mal spazieren gehen. Mitten im Januar, um 18 Uhr, bestellte er sie an einen Parkplatz am Rhein. Früher war sie viele Jahre beim Dating Cafe und davor bei einem Eheanbahnungsinstitut. Letzteres war so teuer, dass sie sich wie die Tochter von König Drosselbart aufführte, "ich wollte für das Geld Mr. In ihrer Dating-Cafe-Zeit kam es zu zwei Liaisons. Aber die Beziehungen hielten nicht, "und dann sank das Niveau der Teilnehmer, so dass ich zu ElitePartner wechselte".

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Im Regal steht neben den Fotos von ihr und den Söhnen das Bild eines Mannes, der sich träumerisch auf seine Ellenbogen stützt. Er war zehn Jahre lang Ewalds Geliebter - bis er vor zwei Jahren starb.

Liebesfalle Facebook: Wenn der Traumprinz zur Bedrohung wird

Einen Partner gesucht hat sie trotzdem. Aber ihr Herz hing an ihm. Sie erzählt das ganz offen. Und dann sagt sie, dass sie inzwischen auch bei ElitePartner einen gewissen Niveauverlust konstatiere. Ein Mann, wie sie ihn brauchte, "Typ Pilot und Freidenker", sei ihr da jedenfalls nicht begegnet.

Sie brauche keinen "Versorger", sondern einen, der ihr "added value" bringe, "einen zusätzlichen Wert". Und plötzlich war alles ganz einfach. Vor einigen Monaten hat Ewald ihren "wunderbaren Freidenker" kennengelernt. Nicht etwa im Internet, sondern ganz altmodisch durch eine Kuppelaktion von Freunden.

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Seit Mai wohnen die frisch verliebten zusammen, seit Juni sind sie verlobt. Sind Frau Dr. Oder ist es eher die Frau, die ihre Geschichte nur anonym erzählen kann? Denn die Lehrerin vom Bodensee schummelt. Sie macht sich fünf Jahre jünger. Alle Bilder sind erst einmal verschwommen "geblurt" oder maskiert.

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